Talking Objects

People

Teilnehmer:innen

Die in Planung befindliche Reihe TALKING OBJECTS LAB soll Ausstellungen, Think Tanks, Performances, Symposien und künstlerische Interventionen in Deutschland und auf dem afrikanischen Kontinent umfassen. Es entsteht ein wachsendes Netzwerk an Künstler*innen und Wissenschaftler*innen, vor allem vom afrikanischen Kontinent und aus den afrikanischen Diasporas in Europa. Hier die beteiligten Künstler*innen, Referent*innen und Moderator*innen der Veranstaltung UNEXPECTED LESSONS:

Aïcha Diallo

Aïcha Diallo ist seit November 2020 Leiterin für Bildung und Outreach am MINSK Potsdam. Als Kulturwissenschaftlerin, Pädagogin/Kunstvermittlerin und freie Autorin/Herausgeberin hat sie bei verschiedenen Projekten mitgewirkt. Diallo arbeitete mehrere Jahre als Redakteurin für das Kunstmagazin Contemporary And (C&) und kuratierte Ausstellungen und Veranstaltungen für das Off-Programm der Biennale Dak'Art. Sie war co-Projektleitung der KontextSchule, angesiedelt am Institut für Kunst im Kontext, Universität der Künste, Berlin. Sie arbeitete zudem u.a. für die panafrikanische Kulturplattform Chimurenga in Kapstadt, das Ausstellungsprojekt prêt-à-partager beim Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), war Mitbegründerin und Schauspielerin der Performance Plattform Label Noir und Mitherausgeberin des Magazins "Aperture" zur Ausgabe Platform Africa. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind Trauma/Memory Studies, Critical Pedagogy und Postkoloniale Kritik. Sie ist Mitglied des bildungsLab*, einem Kollektiv von migrantischen Akademikerinnen* und Akademikerinnen* of Color, die im Bereich der kritischen Bildung und Vermittlung kommentieren, intervenieren und publizieren. Im Sommer 2021 erscheint der Sammelband Untie to Tie: Koloniale Fragmente im Kontext Schule, den Diallo zusammen mit Annika Niemann und Miriam Shabafrouz in Kooperation der ifa Galerie Berlin und der Bundeszentrale für politische Bildung herausgibt.

 

 

Aleya Kassam 

Aleya Kassam ist eine kenianische Feministin, Geschichtenerzählerin, Autorin und Performerin. 
Sie experimentiert vielseitig; von der Seite zur Bühne, vom Bildschirm zum Sprecher, von der Mikrofiktion zum Gedächtnisgedicht, vom Doku-Theater zum partizipativen Filmemachen - sie liebt es, damit zu spielen, wie Menschen Geschichten erleben.

Ihre Texte wurden auf zahlreichen Plattformen und Bühnen auf der ganzen Welt aufgeführt und veröffentlicht, von Nairobi über Kigali bis Stuttgart. Sie ist die A in The LAM Sisterhood, die die Welt mit Geschichten für afrikanische Frauen füllt, damit sie sich gesehen, gehört und geliebt fühlen, wie zum Beispiel die preisgekrönte Bühnenshow Brazen.

Aleya stellt auch Performance-Schmuck und skurrile Samosas her.

Finden Sie ihre Schönheit unter @aleyakassam auf IG und Twitter, oder auf www.chanyado.wordpress.com.

 

Ariella Aïsha Azoulay

Professorin für Moderne Kultur und Medien und Vergleichende Literaturwissenschaft, Filmessayistin und Kuratorin von Archiven und Ausstellungen.
Zu ihren Büchern gehören: Potential History - Unlearning Imperialism (Verso, 2019); Civil Imagination: The Political Ontology of Photography (Verso, 2012); The Civil Contract of Photography (Zone Books, 2008); From Palestine to Israel: A Photographic Record of Destruction and State Formation, 1947-1950, (Pluto Press, 2011); Co-Autor mit Adi Ophir. The One State Condition: Occupation and Democracy between the Sea and the River, (Stanford University Press, 2012).
Ihre möglichen Geschichten, Archive und kuratorischen Arbeiten wurden an verschiedenen Orten gezeigt: Errata (Tapiès Foundation, 2019, HKW, Berlin, 2020), Enough! The Natural Violence of New World Order, (F/Stop photography festival, Leipzig, 2016), Act of State 1967-2007, (Centre Pompidou, 2016, Arquivo Municipal de Lisboa Fotografico, 2020); "The Natural History of Rape" (Pembroke Hall, Brown University, 2015); The Body Politic [in Really Useful Knowledge, kuratiert von What, How & for Whom / WHW], Reina Sofia, Madrid; When The Body Politic Ceases To Be An Idea, Exhibition Room - Manifesta Journal Around Curatorial Practices No 16 Potential History (2012, Stuk / Artefact, Louven), Untaken Photographs (2010, Igor Zabel Award, The Moderna galerija, Lubliana; Zochrot, Tel Aviv), Architecture of Destruction (Zochrot, Tel Aviv), Everything Could Be Seen (Um El Fahem Gallery of Art).
Zu ihren Film-Essays gehören: Un-documented: Undoing Imperial Plunder (2019); Civil Alliances, Palestine, 47-48 (2012); I Also Dwell Among Your Own People: Conversations with Azmi Bishara (2004) & The Food Chain (2004).

 

Bénédicte Savoy

Bénédicte Savoy ist die Leiterin des Fachgebiets Kunstgeschichte der Moderne an der Technischen Universität Berlin. Seit 2016 hat sie zudem eine Professur am Collège de France in Paris für die Kulturgeschichte des künstlerischen Erbes in Europa vom 18. bis 20. Jahrhundert inne. Gemeinsam mit dem senegalesischen Wissenschaftler Felwine Sarr erstellte sie 2018 im Auftrag des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron den Bericht „Über die Restitution afrikanischer Kulturgüter“. Sie studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Geschichte in Paris und Berlin und wurde als Absolventin der Ecole Normale Supérieure mit einer Arbeit über Napoleons Kunstraub in Deutschland promoviert. Für ihre Forschung und ihre akademische Lehre erhielt sie viele Auszeichnungen, darunter der 2016 verliehene Gottfried Wilhelm Leibniz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie in diversen wissenschaftlichen Beiräten und Gremien. Sie hat zahlreiche Publikationen zu ihren Forschungsschwerpunkten Kunstraub und Beutekunst im globalen Kontext, transnationale Museumsgeschichte und Kulturtransfer in Europa veröffentlicht. Zuletzt erschien ihr Buch „Afrikas Kampf um seine Kunst. Geschichte einer postkolonialen Niederlage“.

 

bethuel muthee

bethuel muthee ist ein Dichter, der in Nairobi, Kenia, lebt und arbeitet.

 

Carey Baraka 

Carey Baraka ist ein Schriftsteller aus Kisumu, Kenia. Er singt für einen geheimen Chor in Nairobi.

 

Carmen Mörsch

Carmen Mörsch (* 1968 in Kaiserslautern) ist Professorin für Kunstdidaktik an der Kunsthochschule Mainz, Johannes Gutenberg Universität. Sie arbeitet in der Lehre und Forschung an Geschichten, Konzepten und Praktiken der Kunstpädagogik aus einer queer-feministischen, postkolonialen und diskriminierungskritischen Perspektive. Gemeinsam mit ihren Kolleg*innen Constantin Wagner, Karin Bräu, Alexandra Klein und Yalız Akbaba betreibt sie das Graduiertenkolleg "Bildungsprozesse in der diskriminierungskritischen Hochschullehre" an der Johannes Gutenberg Universität Mainz (2021 – 2024). Sie ist Mitglied des Netzwerks „Another Roadmap for Arts Education“, das Kolleg*innen vereint, die gemeinsam die Schnittstellen von Bildung und Kunst in einer emanzipatorischen und dekolonisierenden Weise analysieren und weiterentwickeln möchten. Gemeinsam mit Nora Landkammer gibt sie die Buchreihe die Buchreihe «Studien zur Kunstvermittlung» heraus und bildet sie das Kollektiv e-a-r.

Che Applewaithe

Che R. Applewhaite ist ein trinidadisch-britischer Schriftsteller, Filmemacher und Kulturarbeiter. Er engagiert sich international und interdisziplinär für eine Politik der Zeit, der Spezifität, der Beziehung und des kulturellen Prozesses. Sein Debüt-Kurzfilm, A New England Document, hatte seine Weltpremiere 2020 beim Sheffield Doc/Fest. Er hat für Publikationen wie das Harvard Magazine, das Open City Documentary Festival und das Millennium Film Journal geschrieben und für die Künstler-Filmemacher Christopher Harris und Ja'Tovia Gary, für das Harvard-Mindich Program for Engaged Scholarship und die Harvard Art Museums gearbeitet.

 

© Marina Ackar

Mahret Ifeoma Kupka

Dr. Mahret Ifeoma Kupka ist Kunstwissenschaftlerin, freie Autorin und seit 2013 Kuratorin für Mode, Körper und Performatives am Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main. In ihren Ausstellungen, Vorträgen, Texten und interdisziplinären Projekten befasst sie sich mit den Themen Zukunft, Erinnerungskultur, Repräsentation und der Dekolonisierung von Kunst- und Kulturpraxis in Europa und auf dem afrikanischen Kontinent. Sie ist Beiratsmitglied der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) e.V. und Sprecherin der Neuen Deutschen Museumsmacher*innen. Mahret Ifeoma Kupka ist Teil des Kurator*innenteams des TALKING OBJECTS LAB.

 

El Hadji Malick Ndiaye

El Hadji Malick Ndiaye ist Wissenschaftler am Institut Fondamental d’Afrique Noire (IFAN), Universität Cheikh Anta Diop in Dakar und Kurator des Museums Théodore Monod, sowie Generalsekretär von ICOM, Senegal. Er war im Leitungsteams der Dak'art 2018 und Kurator der Dak’art 2020. Als Theoretiker und Kurator beschäftigt sich mit zeitgenössischer Kunst, afrikanischem Kulturerbe, globaler Geschichte und afrikanischen Museumsinstitutionen; er lehrt Kunstgeschichte und African Cultural Heritage. Ndiaye promovierte in Kunstgeschichte an der Université Rennes II und ist Absolvent des National Institute of Heritage in Paris und des National Institute of Art History, Paris.

 

Elsa M’Bala

Elsa M'bala alias A.M.E.T., die zwischen Berlin und Yaoundé lebt, ist eine der wenigen weiblichen Klangkünstlerinnen afrikanischer Herkunft. Indem sie Technologie als ermächtigendes Werkzeug einsetzt und durch ihre eigenen scharfen Beobachtungen, erforscht sie die Zusammenhänge zwischen Rasse, Geschlecht, Technologie und Spiritualität weiter. Elsa M'bala zeigt uns, dass marginalisierte Körper und Stimmen durch gemeinsame Kollektivitäten (wieder) verbunden werden können. Darüber hinaus praktiziert Elsa M'bala seit 2019 auch als Massagetherapeutin. Elsa M'bala präsentierte ihre Texte und Musik bei verschiedenen Veranstaltungen in Europa und auf dem afrikanischen Kontinent: Centre d'art contemporain de Brétigny (F), Bandjoun Station (CMR), Engagement global (DE), Aperture Magazine (USA), Contemporary And (C&) (DE), New Art Exchange Nottingham (UK), Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) (DE), Goethe Institut Kamerun (CMR), Centre Culturel Français du Cameroun (CMR), Alte Oper Frankfurt (DE), Berlin Biennale (GE), da; augmented reality festival (DE), Dak'Art Biennale für zeitgenössische afrikanische Kunst (SEN), Heroines of Sound (DE), u.a..

 

Felwine Sarr

Felwine Sarr ist ein senegalesischer Wissenschaftler und Schriftsteller, der 1972 in Niodior, auf den Saloum-Inseln, geboren wird. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Orleans, wo er 2006 einen Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften erhält. Als ordentlicher Professor und Inhaber einer Aggregation lehrt er seit 2007 an der Universität Gaston Berger in Saint-Louis. Seine akademische Forschung konzentriert sich auf Wirtschaftspolitik, Entwicklungsökonomie, Ökonometrie, Erkenntnistheorie und religiöse Ideengeschichte. Im Jahr 2010 wurde er mit dem Preis Abdoulaye Fadiga für Forschung in Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet. Im Jahr 2011 wurde er Dekan der Fakultät für Wirtschaft und Management der Universität Gaston Berger in Saint-Louis und Leiter der neuen Fakultät für Zivilisationen, Religionen, Künste und Kommunikation (CRAC) der gleichen Universität. Er ist Schriftsteller und hat mehrere Romane und Essays veröffentlicht. Als Musiker hat er bisher drei Alben veröffentlicht: »Civilisation ou Barbarie« (2000), »Les Mots du Récits« (2005) und Bassai (2007). Mit den Schriftstellern Boubacar Boris Diop und Nafissatou Dia ist er Mitbegründer des Verlags Jimsaan. Felwine Sarr ist außerdem Herausgeber der Zeitschrift Journal of African Transformation (CODESRIA-UNECA). 2016 organisierte er mit Achille Mbembé in Dakar und Saint-Louis die »Ateliers de la pensée«, die afrikanische und diasporische Intellektuelle und Künstler versammeln, um über die Transformationen der heutigen Welt nachzudenken.

 

Ibou Diop

Ibou Coulibaly Diop ist Universitätslehrer und Wissenschaftler. Seit seinem Studium der Romanistik und Deutsch als Fremdsprache an der Universität Berlin und Potsdam beschäftigt er sich in seiner Forschung mit zeitgenössischer Literatur und insbesondere mit Fragen der Globalisierung. Seine Dissertation erschien unter dem Titel Mondialisation et monde des théories dans l'oeuvre de Michel Houellebecq (2018), Berlin: Frank & Timme Verlag. Seine aktuelle Forschung beschäftigt sich mit Theorien der Schwarzen Literatur, Transkulturalität und Kosmopolitismus. 2012 hat er La colère comme moteur de l'action politique dans la littérature noire de Césaire à Senghor veröffentlicht. In: L. Bauer & K. Reinke (Hrsg.), Colère - force destructive et potentiel créatif. Berlin: Frank & Timme Verlag und 2019 erscheint La Négritude: une déconstruction avant-gardiste d'être au monde, DeGruyter (forthcoming). Seine jüngsten Publikationen beschäftigen sich mit französischsprachiger Frauenliteratur und Negritude: Aminata Sow Fall un humanisme au féminin (erscheint demnächst), Lendemains, Tübingen : Narr Verlag und Les combattantes du quotidien (erscheint demnächst), Lendemains, Tübingen : Narr Verlag Derzeit bereitet er zusammen mit Susanne Gehrmann ein großes Projekt über das Archiv von Janheinz Jahn an der Humboldt-Universität vor.

Isabel Raabe

Isabel Raabe ist Kuratorin und Projektentwicklerin und lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Zeitgenössischen Tanz und später Kulturmanagement und kuratierte zahlreiche interdisziplinäre internationale Kunst- und Kulturprojekte.  Sie interessiert sich für kuratorische und künstlerische Strategien, die westliche Perspektiven und Denktraditionen durchbrechen. Sie initiierte zuletzt das RomArchive – Digitales Archiv der Sinti und Roma, welches von der Kulturstiftung des Bundes gefördert wurde, 2019 online ging und den European Heritage Award 2019 und den Grimme Online Award 2020 gewann. Isabel Raabe hatte die Idee zu TALKING OBJECTS, das aus dem TALKING OBJECTS LAB und dem TALKING OBJECTS ARCHIVE, einem digitalen Archiv für dekoloniale Wissensproduktion, das 2024 online gehen soll, besteht.

 

Israel Kaunatjike was born in 1947 in Okahandja, the memorial site of the Herero, in Namibia. He has lived in Berlin since 1970. As a Herero activist, he is committed to the recognition of the genocide against the Herero and Nama in what was then German Southwest Africa, now Namibia.
In Berlin, he is a member of the alliance "Völkermord verjährt nicht" and works with Berlin Postkolonial e.V.

 

Kahira Ngige

Kahira Ngige ist Urbanist und interessiert sich dafür, wie Design die kulturelle Produktion beeinflusst und Städte formt. Seine Artikel sind im Avery Journal der Columbia University, in der New York Review of Architecture, in UD:ID der Graduate School of Design der Harvard University und in Publikationen des Goethe-Instituts erschienen. Darüber hinaus wurden Kahiras Fotografien in der Kirkland Gallery in Cambridge, MA, ausgestellt. Kahira hat einen Master-Abschluss in Stadtplanung von der Harvard University und lebt und arbeitet in Nairobi, Kenia.

 

Keguro Macharia

Keguro Macharia (Pronomen a/u/he) ist ein unabhängiger Wissenschaftler aus Nairobi, Kenia. Macharia erforscht in seiner wissenschaftlichen Arbeit das Verhältnis von Differenz und Freiheit in der Schwarzen Diaspora und konzentriert sich dabei besonders auf die Nahtstelle zwischen Afrika und der Afro-Diaspora. Macharia ist der Autor von Frottage: Frictions of Intimacy across the Black Diaspora (NYU Press, 2019), Gewinner des Alan Bray Memorial Prize 2020. Weitere Texte sind in Brick, GLQ, Research in African Literatures, Callaloo, Critical Arts, The Cambridge Companion to Queer Studies und The Queer African Reader erschienen. Macharia bloggt unter gukira.wordpress.com und ist auf Twitter als @keguro zu finden.

 

Magnus Elias Rosengarten

Magnus Elias Rosengarten ist Schriftsteller, Autor, Kulturjournalist, Interviewer und Künstler. Er beschäftigt sich vornehmlich mit Performance, Film / Video und den komplexen Beziehungen zwischen Körper und Raum im zeitgenössischen Kunstkontext. Zentrale Fragen seiner Auseinandersetzungen sind: Welche Räume machen aus den einen Körpern ein Politikum und aus den anderen nicht? Wer hat die Macht Körper zu definieren und welche Realitäten werden dahingehend konstruiert? Die Arbeit schöpft aus den reichhaltigen Wissensarchiven und knowledge systems der globalen afrikanischen Diaspora. Nicht-westliche Epistemologien sind Grundpfeiler und Handwerkszeug seines Schaffens, insbesondere, wenn es um die Aufgabe geht Körper und Narrative, die sich immerwährend in der Diaspora bewegen, kontinuierlich sichtbar zu machen. Dabei zeigt sich inwiefern menschliche Berührung, Zuwendung und Heilung diesen Prozess begünstigen. Er schloss sein Studium der Amerikanistik und Regionalstudien Asien/Afrika an der Humboldt- Universität zu Berlin ab und absolvierte anschließend einen Master in Performance Studies an der New York University, Tisch School of the Arts, mit Auszeichnung. Magnus Elias Rosengarten hat u.a. gearbeitet und publiziert bei: Deutsche Welle, arte/ZDF, rbb, WDR, ContemporaryAnd Magazine (C&), Berlin Biennale, 1:54 Art Fair London, Ballhaus Naunynstraße, International Film Festival Berlin, Hemispheric Institute for Performance and Politics at NYU, NYU Department of Performance Studies, Kraine Theatre NYC, La Mamma NYC, Brooklyn Arts Exchange, Triple Canopy Magazine, und Yellow Pages Institute of Contemporary Art Los Angeles.

 

 

Nathalie Anguezomo Mba Bikoro

Anguezomo Mba Bikoro verschmilzt Archäologie, Klangradio, Schrift, Textilien, Skulptur, Live-Kunst-Performances, Film und Archive zu immersiven Installationen. Ihre Arbeit analysiert Prozesse der Macht & Wissenschaftsfiktionen in historischen Archiven, und setzt sich kritisch mit Migrationskämpfen und kolonialer Erinnerung auseinander. Die Künstlerin schafft Umgebungen für alternative Narrative und Zukunfts- spekulationen kolonialer Widerstandsbewegungen, die von afrikanischen Frauen der deutschen Diaspora und indigenen Gemeinschaften initiiert und geleitet wurden. Sedimentiert in Erzählungen von testimonialen Black-Queer-Erfahrungen von sonischen Naturarchiven, Revolte, queering ecologies und postkolonialen feministischen Erfahrungen hin zu neuen Denkmälern, die auf die unterschiedliche Töne und Stimmen von Gesellschaften zwischen Wahn und Ritual reagieren. Ihre Arbeit bietet komplexe nicht-binäre Lesarten, die neue Untersuchungen über die Architekturen von Rassismen in Städten, die Archäologien urbaner Räume und Ökonomien traditioneller Systeme vorantreiben, indem sie die Grenzen von Technologien als funktionale Aufzeichnung von Erinnerung aufdecken.

 

Natasha A. Kelly

Natasha A. Kelly ist promovierte Kommunikationswissenschaftlerin und Soziologin mit einem Forschungsschwerpunkt auf Kolonialismus und Feminismus. Die in Großbritannien geborene und in Deutschland aufgewachsene Autorin, Kuratorin und Dozentin hat an zahlreichen Universitäten in Deutschland und Österreich gelehrt. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterforschung der Humboldt-Universität zu Berlin (2010 - 2013) beschäftigte sie sich mit der Dekolonialität von Wissen, Macht und Wesen. In ihren Publikationen z.B. Afroism (2008), Sisters & Souls (2015), Afrokultur (2016) und in ihren kreativen Arbeiten z.B. EDEWA (2010 - 2018), Giftschrank (Deutsches Historisches Museum, 2016/2017, Museum Schöneberg 2017) und African_Diaspora Palast (Weltausstellung_Reformation, Wittenberg 2017) verbindet sie Theorie und Praxis an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft. Darüber hinaus ist sie seit mehreren Jahren für die Schwarze Deutsche Community aktiv. Neben ihrer Beratungstätigkeit für verschiedene Kunstinstitutionen war sie künstlerische Leiterin der Theaterreihe M(a)y Sister, die von 2015 bis 2018 am HAU Hebbel am Ufer Theater in Berlin aufgeführt wurde. Ihr preisgekrönter Debütfilm Milli's Awakening (2018) wurde von der 10. Berlin Biennale in Auftrag gegeben und im In- und Ausland gezeigt, u.a. im Museum für Moderne Kunst MMK Frankfurt, in der Bundeskunsthalle Bonn, im Kirchner Museum Davos sowie an Spielstätten in ganz Europa, Australien und in den USA. Ihr jüngstes Buch ist eine Sammlung deutscher Übersetzungen grundlegender Schwarzer Feministinnen (von Sojourner Truth bis Kimberlé Crenshaw) und bildet den Auftakt zu einer neuen Reihe von Black Feminist Readers, die im Unrast Verlag Münster erscheinen.

 

Nana Oforiatta Ayim

Nana Oforiatta Ayim ist Autorin, Filmemacherin und Kunsthistorikerin und lebt und arbeitet in Accra, Ghana. Sie ist Gründerin des ANO Institute of Arts and Knowledge, mit dem sie Pionierarbeit für eine panafrikanische Kulturenzyklopädie und ein mobiles Museumsprojekt geleistet hat und Ghanas ersten Pavillon auf der Biennale in Venedig kuratiert hat. 2019 erscheint ihr erster Roman The God Child bei Bloomsbury, 2021 bei Penguin auf Deutsch. Sie hat preisgekrönte Filme für Museen wie Tate Modern, LACMA und The New Museum gedreht und unterrichtet einen Kurs über Geschichte und Theorie an der Architectural Association in London. Sie ist Trägerin verschiedener Auszeichnungen und Ehrungen und wurde von Apollo als eine der "40 unter 40", von The Africa Report als eine der 50 African Trailblazers, 2017 als Quartz Africa Innovator, 2016 als eine von 12 afrikanischen Frauen, die Geschichte schreiben, und von Okayafrica als eine der 100 Frauen des Jahres 2020 ausgezeichnet. Sie erhielt 2015 den Art & Technology Award des LACMA; 2016 den AIR Award, der "außergewöhnliche afrikanische Künstler ehren und feiern soll, die sich der Produktion provokativer, innovativer und sozial engagierter Arbeiten verschrieben haben"; 2018 ein Soros Arts Fellowship, war 2018 Global South Visiting Fellow an der Oxford University, wurde 2020 in den Beirat des Kulturprogramms der Oxford University berufen, war Principal Investigator des Programms Action for Restitution to Africa und ist derzeit Sonderberaterin des ghanaischen Ministers für Tourismus, Kunst und Kultur für Museen und Kulturerbe.

Neo Musangi 

Neo Sinoxolo Musangi liest, schreibt und sucht in Olkejuado, Kenia. Ihr Arbeitsleben dreht sich um Ungewissheit, Scheitern, Erinnerungsbildung und die alternativen Artikulationen einer queeren Weltgestaltung durch biografische Vernaculars.

 

 

Nnenna Onuoha

Nnenna Onuoha ist eine visuelle Anthropologin und Filmemacherin, deren Praxis von ihrem ghanaisch-nigerianischen Erbe sowie von ihrem Hintergrund in Geschichte, Anthropologie und Kino geprägt ist. Ausgehend von der historischen Ausgrenzung und der fortwährenden Verharmlosung schwarzer Erfahrungen dokumentiert, archiviert und reimaginiert sie in ihrer Forschung und audiovisuellen Arbeit das Leben und Vermächtnis afrodeszenter Menschen in Westafrika, Europa und den USA. Ihre jüngste Ausstellung "Cartographies of Care" mit Edna Bonhomme bei alpha nova & galerie futura in Berlin (2020) untersuchte die Begegnungen Schwarzer Frauen und nicht-binärer Menschen in Berlin mit dem Gesundheitswesen, wobei sie sich nicht nur auf die Erfahrungen mit medizinischem Rassismus konzentrierte, sondern auch erforschte, wie sie durch gemeinschaftliche und indigene Praktiken Pflege und Heilung finden.
Nnenna Onuoha ist Kuratorin des Online-Filmprogramms für UNEXPECTED LESSONS.

Nora Landkammer

Nora Landkammer ist Kunstvermittlerin und forscht zu diesem Arbeitsfeld mit Schwerpunkt auf Rassismus- und Kolonialismuskritik in der Bildungsarbeit und in Kulturinstitutionen. Sie war in diversen Kulturinstitutionen in der Vermittlung tätig und bis 2019 stv. Leiterin des Institute for Art Education an der Zürcher Hochschule der Künste. Ihre Dissertation untersuchte Vermittlung in ethnologischen Museen in dekolonisierender Perspektive. Im Projekt TRACES-Transmitting Contentious Cultural Heritages with the Arts (2016-2019) arbeitete sie zur Vermittlung von konfliktbehaftetem Kulturerbe. Lehrtätigkeiten an der Abteilung Kunst und Kommunikative Praxis, Universität für Angewandte Kunst Wien; dem Master Curatorial Studies, Zürcher Hochschule der Künste und am Institut für das künstlerische Lehramt, Akademie der Bildenden Künste Wien. Aktuell ist sie Vertretungsprofessorin für Kunstpädagogik an der Akademie der Bildenden Künste München. Sie ist aktiv im Kollektiv EAR (e-a-r.net) sowie im internationalen Netzwerk Another Roadmap for Arts Education.

 

Onyeka Igwe

Onyeka Igwe ist eine Künstlerin und Forscherin, die zwischen Film und Installation arbeitet, geboren und ansässig in London, UK. In ihrer Arbeit wird Onyeka Igwe von der Frage angeregt: Wie leben wir zusammen? - mit besonderem Interesse an der Art und Weise, wie die sensorischen, räumlichen und nicht-kanonischen Wege des Wissens Antworten auf diese Frage geben können. Sie verwendet Verkörperungen, Archive, Erzählungen und Texte, um strukturelle 'Achterfiguren' zu schaffen, eine Form, die eine Vielzahl von Erzählungen freilegt. Die Arbeit umfasst das Entflechten von Strängen und Fäden, verankert durch einen rhythmischen Schnittstil, sowie eine große Aufmerksamkeit für die Dissonanz, Reflexion und Verstärkung, die zwischen Bild und Ton auftritt. Onyeka ist Teil von B.O.S.S., einem Soundsystem-Kollektiv, das eine Gemeinschaft von queeren, trans- und nicht-binären People of Color zusammenbringt, die sich mit Kunst, Sound und radikalem Aktivismus beschäftigen. Ihre Arbeiten wurden in Großbritannien und international auf Filmfestivals und in Galerien gezeigt. Sie wurde mit dem New Cinema Award beim Berwick Film and Media Arts Festival 2019 und dem 2020 Arts Foundation Fellowship Award for Experimental Film ausgezeichnet.

 

Peggy Piesche

Peggy Piesche ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin mit dem Arbeitsschwerpunkt Black European Studies. Geboren und aufgewachsen in der DDR, studierte Piesche in Ost- und Westdeutschland und Russland. Sie lehrte an der Universität Utrecht/Niederlande und hatte Gastprofessuren für Germanistik, Frauen- und Africana-Studien am Vassar College und Hamilton College/NY, USA. Sie hat über rassifizierte und Schwarze Bilder (Imagery), Kolonialgeschichte und kollektive Erinnerungen publiziert und erhielt Forschungsstipendien von der Volkswagenstiftung und der Alexander-von-Humboldt-Stiftung für ein neues interdisziplinäres Forschungsprojekt Black Europe: History of a Forgotten Continent, eine bahnbrechende neue akademische Struktur und die Implementierung von Black European Studies in transnationaler Perspektive in ein deutsches und europäisches akademisches Curriculum.
Sie ist außerdem Aktivistin und Vorstandsmitglied sowohl von ADEFRA (Schwarze Frauen in Deutschland) als auch von ASWAD (Association of the Worldwide Study of the African Diaspora) und eine Aktivistin und Wissenschaftlerin in und für die Schwarze Community in Deutschland.

 

Rosie Olang

Rosie Olang ist Autorin und bildende Künstlerin und lebt in Nairobi, Kenia. Ihr aktuelles künstlerisches Interesse gilt Zines, Kunstbüchern und unkonventionellen Buchstrukturen als eine Möglichkeit, das Publizieren neu zu denken und zu erforschen. Sie untersucht, welche neuen Formen möglich sind, wenn man Poesie, Literatur und bildender Kunst miteinander verwebt. Sie hat für das National Museum of Women in the Arts, Women's Studio Workshop, Enkare Review und A LongHouse geschrieben und arbeitet als Programmmanagerin am Nairobi Contemporary Art Institute.

 

Stefanie-Lahya Aukongo

Lahya (Stefanie-Lahya Aukongo) ist eine schwarze intersektionale Künstlerin, Autorin, Dichterin, Kuratorin, Multiplikatorin, Sängerin, Teamerin, Fotografin und Aktivistin, deren Kunst und Arbeit ihre sozialen Realitäten und Identitäten reflektiert. Lahyas Leben dreht sich um Moleküle der Realität, die sie liebevoll, aber auch kritisch (neu) arrangiert und in Gesang, Malerei, Collage, Performance, Fotografie und_oder Poesie verpackt. Ihr Ziel ist Heilung und/oder transformative Praktiken. Lahya weiß, dass der Akt, Freude zu verkörpern und die Geschichte in ihren eigenen Worten zu erzählen, Freiheitsarbeit ist. Es ist ein Weg, Raum zu halten und Raum zu nehmen. 

Seit 2014 kuratiert und moderiert Lahya das monatliche Spoken-Word-Event "One World Poetry Night" in Berlin.

Lahyas Werk ist in verschiedenen Büchern und Zines veröffentlicht. Auf der Suche nach radikaler sozialer Verantwortung des Herzens und der Tat, ist Lahyas Tun politisch, kollektiv und persönlich. Ihre Arbeiten berühren Privilegien, Dekolonisierung, Heilung, individuelle und kollektive Liebe und Verletzlichkeit. Lahyas Pronomen sind Lahya und bei Bedarf sie/er. Sie wohnt derzeit in Berlin.

Syowia Kyambi

Syowia Kyambi (geb. in Nairobi) ist eine interdisziplinäre Künstlerin und Kuratorin, die in den Bereichen Fotografie, Video, Zeichnung, Sound, Skulptur und Performance-Installation arbeitet. Sie hat einen MFA vom Transart Institute (2020) und einen BFA von der School of the Art Institute of Chicago (2002). In Kyambis künstlerischer Praxis kollabiert die Geschichte mit der Gegenwart – durch die Interventionen von schelmischen und störenden Interlocutory Agents, die das Erbe der Verletzungen durch koloniale Projekte hinterfragen, welche immer noch die breitere politische Konjunktion der Gegenwart rahmen. In ihrer Praxis verwurzelt ist eine tiefe Verbindung mit dem Land, der Erde und der Idee von Heimat. Neben der Ausstellung ihrer Werke in ganz Europa, Afrika und den Vereinigten Staaten hat Kyambi eine Reihe von Auszeichnungen und Short-Listings erhalten, darunter die FT/Oppenheimer Funds Emerging Voices Awards (2016) und den UNESCO Prize for the Promotion of the Arts Award (2004). Zu ihren Künstlerresidenzen gehören PRAKSIS, Norwegen (2019), CAD+SR Italien & Mexiko (2018), HIAP, Finnland (2018), IASPIS, Schweden (2013) und Delfina Foundation, UK (2016). In ihrer kuratorischen Arbeit hat sie mit der Ostrale Zentrum für zeitgenössische Kunst Biennale, Dresden, Deutschland (2019, 2016) und dem Goethe-Institut, Kenia (2012, 2010) zusammengearbeitet und arbeitet mit Kollektiven und einzelnen Künstlern in Ostafrika.

 

Vanessa E. Thompson

Vanessa E. Thompson ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der komparativen Sozial- und Kulturanthroplogie an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder. Sie forscht und lehrt im Bereich der Black Studies (mit besonderem Fokus auf Schwarze soziale Bewegungen), kritischen Rassismusforschung, postkolonialen Feminismen, Polizeikritik und Abolitionismus. Sie hat zu Schwarzen radikalen Theorien und Bewegungen in Frankreich und Europa, Schwarzen abolitionistischen Kämpfen und Fanons Arbeiten publiziert. Sie ist Mitgründerin eines intersektionalen cop-watch Kollektivs, Mitglied in der Internationalen Unabhängigen Kommission zur Aufklärung über den Tod des Oury Jalloh, und ist in internationalen abolitionistischen Bewegungen organisiert. 

 

 

Yala Kisukidi

Nadia Yala Kisukidi wurde in Brüssel als Tochter eines kongolesischen Vaters und einer französisch-italienischen Mutter geboren. Sie ist außerordentliche Professorin für Philosophie an der Universität Paris 8 Vincennes-Saint-Denis. Yala war von 2014-2016 Vizepräsidentin des Collège International de Philosophie und ist Mitglied des Redaktionskomitees von Critical Time (Duke University), Les Cahiers d'études africaines (CNRS, Ehess) und Multitudes. Sie ist Ko-Kuratorin der Yango II Biennale, Kinshasa / RDC, die im November 2021 und Januar 2022 in Kinshasa stattfinden wird. Yala Kisukidi ist spezialisiert auf französische und afrikanische Philosophie. Sie hat in der Schweiz und in Frankreich gelehrt und war an der Gründung eines Forschungsnetzwerks "Globaler Süden" zwischen Haïti, Frankreich und Kolumbien beteiligt. Sie veröffentlichte Bergson ou l'humanité créatrice (Paris, CNRS, 2013), leitete kollektive Essays ( Afrocentricités (Kisukidi, Guedj dir.) für die Revue Tumultes in 2019 ; Kinshasa Star Line (Kisukidi dir.) für die Revue Multitudes in 2020) und schrieb viele Artikel in französischer und afrikanischer Philosophie. Zurzeit bereitet sie ein Buch über Africana-Philosophie vor (Le Seuil)